Forschung AR-Projektion ermöglicht Abweichungen von maximal 2 Millimetern

Quelle: Extend 3D 1 min Lesedauer

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Für den Bau eines Fusionsforschungsreaktors wird höchste Präzision benötigt. Die Forscher erreichen diese mit einem Laser-Assistenzsystem.

Hier ist Präzision gefragt. Ein Laserprojektionssystem unterstützt die Arbeit am Fusionsforschungsreaktor ITER.(Bild:  ITER Organisation)
Hier ist Präzision gefragt. Ein Laserprojektionssystem unterstützt die Arbeit am Fusionsforschungsreaktor ITER.
(Bild: ITER Organisation)

Das Unternehmen Extend 3D hat das Fusionsforschungsprojekt ITER in Südfrankreich bei der Montage des Vakuumgefäßes unterstützt. Laut einer Mitteilung durften die Schweißpunkte an der etwa 1.400 Kubikmeter großen Reaktorkammer dabei um höchstens zwei Millimeter abweichen. Dies wurde durch das Laser-Assistenzsystem Werklicht von Extend 3D sichergestellt.

Konkret mussten an der Außen- und Innenseite des Vakuumkessels Sensoren und Verbindungskabel montiert werden. Dafür mussten die Arbeiter 150.000 Schweißpunkte setzen. „Plus, minus zwei Millimeter bei einer Anlage, die so hoch ist wie ein dreistöckiges Haus und 19 Meter Durchmesser hat. Das ist im Verhältnis weit weniger Fehlertoleranz als bei einem Schweizer Uhrwerk und damit eine enorme Herausforderung“, sagt Jean-Marc Martinez, Group Leader von ITER’s Vacuum Vessel Section.

Ansatzpunkte für das Schweißgerät

Die Forscher entschieden sich für das Laserprojektionssystem Werklicht von Extend 3D. Die Stereofotogrammmetrie-Kameras von Werklicht erlaubten es den Technikern, das System nach ihren Wünschen zu positionieren, ohne bei jeder Umpositionierung ein Metrologie-Team hinzuziehen zu müssen, heißt es weiter. Das System projizierte die Ansatzpunkte für das Schweißgerät auf den Vakuumkessel. Zudem nutzten die Arbeiter das System auch dafür, die Position von Bauteilen anzuzeigen, um diese dann mit Punktschweißungen anzubringen.

Extend 3D geht davon aus, dass sein System noch bis zum Ende der Bauphase in etwa fünf Jahren eingesetzt wird. Bereits im kommenden Jahr sollen weitere Installationsarbeiten an der Innenseite des Vakuumkessels beginnen.

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