Augmented Reality
AR-Methode positioniert Spannelemente exakt

Von Daniel Vögele, Christoph Kellermeier, Josef Weinzierl und Andreas Ellermeier 5 min Lesedauer

Der Fachkräftemangel plagt auch die Fertigungsindustrie. Automatisierung und Digitalisierung heißen die Zauberworte, um dagegen anzugehen. Dabei kann auch der Griff zur AR-Brille helfen ....

Bild 1: Lohnt sich der Einsatz von Augmented Reality (AR) in der mechanischen Fertigung? Eine Anwenderstudie der OTH Regensburg hat das jetzt in der Praxis bestätigt.(Bild:  www.fotografie.andreas-ellermeier.de)
Bild 1: Lohnt sich der Einsatz von Augmented Reality (AR) in der mechanischen Fertigung? Eine Anwenderstudie der OTH Regensburg hat das jetzt in der Praxis bestätigt.
(Bild: www.fotografie.andreas-ellermeier.de)

Im Labor Fertigungstechnik und Werkzeugmaschinen (LFW) der Ostbayerischen Technischen Hochschule (OTH) in Regensburg wird seit etwas mehr als zwei Jahren der Einsatz von „Augmented Reality“-Brillen (AR) in der mechanischen Fertigung untersucht (Bild 1). Im Rahmen des vom BMWK geförderten ZIM-Projekts „CNC-Visual“ ist eine App für die Hololens 2 von Microsoft entwickelt worden, die die positionsgenaue Montage von Spannmitteln auf den Tischen von Bearbeitungszentren sicher und effizient machen soll.

Im Gegensatz zu einer „Virtual Reality“-Brille (VR) schaut der Mitarbeiter durch die AR-Brille hindurch. Er kann so seine Umgebung nahezu unbeeinträchtigt wahrnehmen. Zur Montage der Spannmittel wird jeder Montageschritt ins Sichtfeld des Anwenders eingeblendet (Bild 2). Sobald die Begrenzungskontur (orange Linie auf dem Werkstück) das zu positionierende Spannelement gleichmäßig einrahmt, ist die exakte Position gefunden. Zusätzlich können ergänzende Montagehinweise oder Stücklisten mit Lagerorten eingeblendet werden. Die Steuerung der App erfolgt über Gesten oder Sprache.