Bedrohung aus dem Ausland
Angriff auf die Ukraine: Risiken für deutsche Industrieunternehmen

Ein Gastbeitrag von Tim Berghoff* 8 min Lesedauer

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Noch sind keine Attacken auf deutsche Industrieanlagen bekannt, die direkt auf den Krieg in der Ukraine zurückzuführen sind. Um das Bedrohungsrisiko einschätzen und Sicherheitsmaßnahmen ergreifen zu können, ist es aber notwendig, sich der Gefahrenquellen bewusst sein.

Cyberkriminelle wissen Verunsicherungen grundsätzlich geschickt für sich zu nutzen, da sie mit menschlichen Emotionen spielen.(Bild:  G Data)
Cyberkriminelle wissen Verunsicherungen grundsätzlich geschickt für sich zu nutzen, da sie mit menschlichen Emotionen spielen.
(Bild: G Data)

Nach Informationen von G Data versuchen Angreifer, mutmaßlich aus Russland und vermutlich mit Billigung offizieller russischer Stellen, ukrainische Behörden, Medien und Banken zu attackieren. Damit sollte das Land während des Einmarschs destabilisiert und die Einwohner verunsichert werden. In Deutschland berichten einige Medienhäuser der Mediengruppen Funke und Ippen, dass ihre Berichterstattung zum Ukrainekrieg zu Angriffen von Bots führte. Vermutlich, um die Kommentarspalten automatisiert zu kapern oder die Erreichbarkeit der Webseiten zu behindern. Diese Vorfälle zeigen jedoch, wie schnell Unternehmen im Visier von Angreifern landen können.

Damit solche Bedrohungen abgewehrt werden können, müssen Unternehmen und ihre IT-Sicherheitsverantwortlichen sich beispielsweise auch der Eigentümerstruktur ihres Unternehmens bewusst sein. Hacker – auch solche, die meinen, im Auftrag einer guten Sache unterwegs zu sein – suchen sich bewusst Unternehmen als Ziele aus, die Verbindungen zu den „Bösen“ haben. Dazu können zum Beispiel Konzerne zählen, die als Menschenrechtsverletzer oder Umweltzerstörer bekannt sind oder, die aus Ländern stammen, die Kriege verursachen.