AM in der Medizin Anatomische Ausbildung mit 3D-gedruckten Modellen

Von Andreas Falk* 1 min Lesedauer

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Das Unternehmen Erler Zimmer stellt mithilfe von Mimaki fotorealistische, anatomische Modelle her, um Studierenden und Forschenden die Möglichkeit zu geben, an lebensechten menschlichen Körperteilen zu arbeiten.

Die 3D-gedruckten Modelle geben Studierenden die Möglichkeit, an lebensechten Nachbildungen des menschlichen Körpers zu arbeiten und zu lernen.(Bild:  Gemeinfrei // Pixabay)
Die 3D-gedruckten Modelle geben Studierenden die Möglichkeit, an lebensechten Nachbildungen des menschlichen Körpers zu arbeiten und zu lernen.
(Bild: Gemeinfrei // Pixabay)

Um sich anatomisch weiterzubilden und dieses Wissen an andere zu vermitteln, bietet die Sezierung von Leichen eine gute Möglichkeit, den menschlichen Körper zu untersuchen. Gleichzeitig jedoch bringt diese Art von Verwendung auch einige Nachteile mit sich, wie etwa der ethische Aspekt oder auch die generelle Verfügbarkeit.

Additiv gefertigtes Lehrmaterial

Das Unternehmen Erler Zimmer stellt bereits seit 1950 Lehrprodukte per Spritzgussverfahren für den medizinischen Bereich her. Seit kurzem jedoch arbeitet Erler Zimmer mit Mimaki zusammen, um 3D-Druckmodelle zu produzieren. Mit dieser Methode ist das Unternehmen in der Lage, echtes menschliches Gewebe so präzise wie möglich nachzubilden. Mit dem 3DUJ-553 können detaillierte Farbtöne gedruckt und damit noch exaktere Ergebnisse als mit Leichen erzielt werden. Dazu kann ein Modell pro Studenten oder Studentin zu Verfügung gestellt werden. Der Drucker ist dazu in der Lage, Harze in weicher wie auch harter Form zu produzieren, um eine glattere Oberflächenstruktur zu ermöglichen.

Reproduktion von Krankheiten

Zuerst reproduzierte man einen gesunden Körper. Anschließend stellte man an diesem spezielle Krankheiten dar, an denen Studierende arbeiten können. Gefäße oder Nerven, die leicht beschädigt werden können, werden durch Stützstrukturen aus durchsichtigem Material geschützt. Die Schwierigkeit besteht allerdings hauptsächlich darin, die CT-, MRT- oder optischen Scan-Daten zusammenzufügen und für die 3D-Farbdruck-Software zur Verfügung zu stellen. Bei diesem Vorgang benötigt man Experten und Expertinnen im Bereich Anatomie und 3D-Druck.

Indem die 3D-gedruckten Modelle die Leichen in der medizinischen Ausbildung ablösen, kann das allgemeine Niveau der anatomischen Bildung erhöht werden. Zusätzlich wird somit die 3D-Farbdrucktechnologie Forschenden und Studierenden weltweit zugänglicher gemacht.

Fotorealistisch: Dieses medizinische Modell von Erler Zimmer wurde mit dem Mimaki 3DUJ-553 gedruckt. (Bild:  Mimaki)
Fotorealistisch: Dieses medizinische Modell von Erler Zimmer wurde mit dem Mimaki 3DUJ-553 gedruckt.
(Bild: Mimaki)

* Andreas Falk ist COO bei Erler Zimmer.

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