Künstliche Intelligenz mit Geruchssinn AI Nose: Automatische Geruchserkennung in der Industrie
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Sie sieht, sie hört, sie spricht. Künstliche Intelligenz wird mit immer mehr Sinnen ausgestattet. Neben Kameras, Mikrofonen und haptischen Sensoren könnten Computer und Anlagen künftig auch mit einer intelligenten Nase versehen werden – mit vielversprechenden Potenzialen.
Mit den digitalen Technologien der Industrie 4.0 verändert sich die gesamte Fertigung. Ob bei Produktentwicklung, Logistik, Kommunikation oder Service: Daten und Konnektivität spielen eine zentrale Rolle dabei, die komplette Wertschöpfungskette potenziell zu optimieren. Auch in der Qualitätskontrolle gibt es inzwischen hilfreiche Tools, um die Prozesse zu verbessern. Modernes Qualitätsmanagement zeichnet sich durch Agilität, kontinuierliches Monitoring und vereinfachtes Tracking aus. Wo primär noch die menschliche Wahrnehmung zum Einsatz kam, vertrauen Unternehmen nun auf automatisierte Technologien. Stetig kommen weitere Innovationen hinzu, die die Toolbox für die Industrie erweitern – darunter auch die AI Nose bei NTT Data Business Solutions. Ausgestattet mit einem intelligenten Sensorsystem erkennt die intelligente Nase verschiedenste Gerüche und ergänzt damit bestehende Werkzeuge auf dem Weg zu einer präzisen und gleichzeitig automatisierten und effizienten Qualitätskontrolle.
Der richtige Riecher im Qualitätsmanagement
Diverse Sektoren sind abhängig von einer lückenlosen Qualitätskontrolle, zum Beispiel Medizin, Lebensmittelproduktion oder Sicherheitsüberwachung. Einer der Indikatoren für die Beschaffenheit eines Produkts oder Rohstoffs ist der von diesem ausgehende Geruch. Erfasst und identifiziert wird dieser zum Beispiel von der AI Nose, einer Weiterentwicklung eines IoT-Projekts von Benjamin Cabé, Program Manager bei Microsoft. Beim Internet of Things werden physische Objekte, hier die Nachbildung einer Nase, mit dem Internet verbunden, um Daten übertragen zu können. Die Technologie basiert auf einer lernenden KI-Engine, die Daten kommen von einem smarten Sensorsystem. Dabei messen die Detektoren unterschiedliche Gaswerte: flüchtige organische Verbindungen – zusammengefasst als VOC oder Volatile Organic Compounds), Kohlenstoffmonoxid (CO), Stickstoffdioxid (NO2) oder Ethanol (C2H5OH). In der Einheit ppm (Engl.: parts per million) werden diese als einzigartige Kombination zu einem digitalen Fingerabdruck zusammengefügt. Daraus ergibt sich das digitale Abbild eines Dufts, beispielsweise eines Rohstoffs wie Holz. Die Künstliche Intelligenz kann dieses Duftprofil schließlich mit einem vorab antrainierten Modell abgleichen. So kann automatisiert erkannt werden, ob Produkte den geforderten Ansprüchen gerecht werden.
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