3D-Druck vs. Zerspanung
Additive oder substitutive Fertigungsverfahren?

Von Mag. Victoria Sonnenberg 5 min Lesedauer

Die additive Fertigung ist zu einer effizienten Methode für die Herstellung von Werkzeugen und Bauteilen geworden. In Expertenkreisen wird lebhaft darüber diskutiert, in welchem Ausmaß der 3D-Druck die substitutive CNC-Bearbeitung beeinflussen wird: Ein philosophischer Diskurs über die Zukunft der Zerspanung.

Ein gutes Beispiel für die Synergie zwischen 3D-Druck und CNC-Bearbeitung ist die komplexe Konfiguration spezieller Werkzeuge mit Wendeschneidplatten.(Bild:  Iscar)
Ein gutes Beispiel für die Synergie zwischen 3D-Druck und CNC-Bearbeitung ist die komplexe Konfiguration spezieller Werkzeuge mit Wendeschneidplatten.
(Bild: Iscar)

Die Einführung des 3D-Drucks bei der Herstellung von Prototypen hat die Produktentwicklung erheblich verbessert. Sie ist schneller und wirtschaftlicher geworden. Damit wird diese Technologie bereits als Alternative zur CNC-Bearbeitung gehandelt. Dieser Ansatz sollte jedoch hinterfragt werden, und es gilt zu klären, ob der 3D-Druck die maschinelle Fertigung in der Smart Factory komplett verdrängen kann.

Trotz positiver Zukunftsaussichten des 3D-Drucks kann er die CNC-Bearbeitung als dominierende Technologie für die Herstellung von Metallbauteilen nicht vollständig ersetzen. Es besteht jedoch kein Zweifel daran, dass die additive Fertigung (AM) erhebliche Auswirkungen auf eine ganze Reihe von Produktionsverfahren haben wird.

Erich Timons, CTO von Iscar Germany