Digitalisierung 5 Schritte zur geeigneten Low-Code-Plattform

Von Philipp Erdkönig* 2 min Lesedauer

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Laut Prognosen von Gartner werden bis 2024 mehr als 65 % der Anwendungsentwicklungen über Low-Code-Plattformen funktionieren. Doch welche Faktoren spielen bei der Auswahl einer Plattform eine Rolle?

Da die Entwicklungsphase nur 15-20 % des gesamten Aufwandes ausmacht, sollten Low-Code-Lösungen die Produktivität der Anwendung während des gesamten Lebenszyklus steigern.(Bild:  Gemeinfrei // Pexels)
Da die Entwicklungsphase nur 15-20 % des gesamten Aufwandes ausmacht, sollten Low-Code-Lösungen die Produktivität der Anwendung während des gesamten Lebenszyklus steigern.
(Bild: Gemeinfrei // Pexels)

Die Vorteile von Low-Code sind naheliegend: Die Applikationen integrieren sich in die Geschäftsumgebung, sind individuell skalierbar und passen sich exakt den Anwenderanforderungen an. Folgende fünf Funktionen sollte dabei eine ideale Plattform enthalten:

1. Integrierte Funktion

Mit zusammengesetzten Plattformen können Anwender und Anwenderinnen bereits vorhandene, ansonsten unverbundene Ressourcen weiternutzen, da diese miteinander verknüpft werden. Somit können mehrere Aktionen wie zum Beispiel die Datenpräsentation und Metriken gleichzeitig ausgeführt werden. Die Assets müssen jedoch erst spezifisch entwickelt und angepasst werden, dazu ist der Übergang in die Test- oder Produktionsumgebung möglicherweise sehr aufwendig. Im Gegensatz dazu enthält eine integrierte Plattform ganzheitlich eigene Komponenten der Anwendenden. In Form eines einzigen Tools werden alle Anwendungen erstellt, sodass Entwickler und Entwicklerinnen lokal Daten modellieren und Prozesse wie auch Benutzeroberflächen konstruieren können. Dazu sollte eine gute Plattform auch nahtlose Updates und Backups ermöglichen.

2. Lebenszyklus der Anwendung

Entwicklung, Testlauf und Produktion – jeder dieser Schritte sollte jeweils in einer Umgebung stattfinden, ansonsten muss die Bearbeitung während der Nutzung erfolgen. Dadurch entsteht die Gefahr einer temporär instabilen Applikation. Hierfür sind ebenfalls integrierte Anwendungen leichter implementierbar. Extern unabhängig sind diese jedoch nicht ganz, da zum Beispiel gleichzeitig zur Testphase die Daten mit einer Datenbank oder Drittinstanz verbunden werden. Demzufolge wechseln die Verbindungen automatisch auf die Produktivinstanz und es entstehen keine manuellen „Bereinigungen“.

3. Ausführungsmotor

So gut wie jede Plattform ist in der Lage, Aufgaben zu automatisieren. Ausgereifte Low-Code-Plattformen sollten dabei folgende wichtige Eigenschaften aufweisen, um Enterprise-fähig zu funktionieren: Die Plattform sollte Aufgaben und Ansprüche zu- oder aufteilen und auf verschiedene Ereignisse passend reagieren. Weiterhin sollten jegliche Prozesse, die in beliebige Richtungen verlaufen, vom System zugelassen werden. Verständlich mit Stakeholdern des Unternehmens zu kommunizieren ist dabei essenziell. Außerdem ist es ratsam, eine Lösung zu wählen, die sich durch benutzerfreundliche Codes oder Anbindungen an externe Dienste erweitern lässt.

4. Änderungsverwaltung

Jede Anwendung sollte schnell und sicher Updates durchführen können, ohne dabei operative Prozesse durch lange Unterbrechungen zu beeinträchtigen. Dabei sollten vor allem Neustarts und das Wiederherstellen von Daten vermieden werden. Eine ideale Plattform sollte also den gesamten Zyklus der Anwendung unterstützen.

5. Vor Ort plus Cloud

Anwendende dürfen aufgrund bestimmter Richtlinien nicht alle Daten und Prozesse in die Cloud umdisponieren. Dafür bieten sich zum Beispiel Software-as-a-Service-Plattformen an, die in einer öffentlichen Cloud zur Verfügung stehen. Die Lösung muss dann extern wie auch lokal auf die Ressourcen zugreifen können. Dabei dürfen Berechtigungen und Sicherheitsaspekte nicht außer Acht gelassen werden. Grundsätzlich sollte immer analysiert werden, ob sich Daten, Prozesse und Lösungen zwischen lokalen Servern und der Cloud umsiedeln lassen.

Präzise gesagt: Um das volle Potenzial von Low-Code-Anwendungen auszunutzen, sollte vor allem eine Lösung ausgewählt werden, die nicht allein die Entwicklungsphase unterstützt, die dieser Schritt gerade 15-20 % des gesamten Lebenszyklus ausmacht.

* Philipp Erdkönig ist Consultant bei Webcon.

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